Canna

Geschrieben am 14.02.2024
von Daniela Schimmöller


Canna  (Indisches Blumenrohr)

Tropische Impressionen im Sommergarten.

Portugiesische und spanische Seefahrer brachten das Blumenrohr aus Südamerika nach Europa. Mehrere Jahrhunderte intensiver Züchtung haben dazu geführt, dass es mittlerweile zahlreiche Sorten in den unterschiedlichsten Blütenfarben gibt. Das Blumenrohr beeindruckt nicht nur durch seine großen, Gladiolenähnlichen Blüten in leuchtenden Farben, die je nach Wetterlage von Juli bis Ende Oktober für exotische Pracht im Garten sorgen. Außerordentlich dekorativ sind auch die leuchtend grünen oder purpurfarbenen, manchmal auch bronzen getönte Blätter. Mit diesen großen, langgezogenen Blättern erinnert das imposante, straff aufrecht wachsende Blumenrohr an kleine Bananenstauden.

Die Größe variiert sehr stark, einige Sorten werden nur etwa 60 cm hoch, andere erreichen bis zu 130 cm. Das Blumenrohr eignet sich sehr gut zum Bepflanzen von Kübeln für Balkon und Terrasse. Mit seiner stattlichen Größe macht das Blumenrohr auch an Hauseingängen oder Gartentoren eine gute Figur. Die Sorten mit kräftig gefärbten, dunklen Blättern kommen vor hellen Wänden besonders gut zur Geltung. Im Garten, besonders am Teichrand, ist die Canna ebenfalls ein attraktiver Blickfang.

Damit sich die Pflanzen gut entwickeln, brauchen sie einen sonnigen, windgeschützten Standort und lockeren, nährstoffreichen Boden. Auf Grund ihres starken Wachstums benötigen sie im Sommer reichlich Wasser und Nährstoffe. Die Blüte lässt sich fördern, wenn die ersten Blütentriebe in der oberen Spitze eingekürzt und abgeblühtes sofort entfernt wird.

Nach Erhalt der Ware Stauden in größere Töpfe pflanzen. Die Erde sollte durchlässig sein. Sie werden an einem hellen warmen Platz gestellt und nur geringfügig gegossen. Bis Mitte Mai treiben sie schon die ersten Blätter und werden nach den Eisheiligen in den Garten oder auf dem Balkon in große Kübel umgesetzt.

Cannapflanzen sind nicht winterhart. Deshalb müssen die Rhizome im Garten vor dem Wintereinbruch aus der Erde geholt werden.  Gelagert werden sie in einem trockenen, kühlen, dunklen Raum bei ca. 5-8 Grad. Man darf sie in trocknen Sand oder Torf eingeschlagen damit sie nicht austrocknen. Sollten die Canna in einem Kübel gepflanzt sein, diese im Herbst nicht ausgraben, sondern  mitsamt Pflanzgefäß in einen trockenen, hellen und kühlen Raum stellen. Es wird jetzt nicht mehr mit Wasser gegossen. Die Kübel werden erst wieder im April mäßig mit Wasser versorgen um die Pflanzen vorzutreiben.